FamilienUnterstützungsNetzwerk EU-FUN

Das Familienunterstützungsnetzwerk EU-Fun geht weiter. Bausteine des Netzwerks im Kreis Euskirchen sind die bessere Vernetzung der Familienzentren, die Optimierung von Unterstützungsangeboten und wohl am bekanntesten: die Babybegrüßungspakete.

Seit einiger Zeit probeweise in der Stadt Euskirchen vom Kreisjugendamt durchgeführt, werden alle Neugeborenen von geschulten Mitarbeitern des Jugendamtes besucht und bekommen ein Begrüßungspaket überreicht. Die einjährige Testphase läuft nun aus und es wird bei den Kommunen abgefragt, ob sie sich an dem Projekt beteiligen wollen (Blankenheim ist genauso wie zum Beispiel Weilerswist dafür, Dahlem dagegen nicht).

Der Kreis nimmt die Aufgabe war, finanziert die Stellenanteile allerdings über die Kreisumlage. Um nicht erneut in die leidige Diskussion über freiwillige Leistungen des Kreises einzutreten, entscheiden die Kommunen selbst über ihre Teilnahme. Kreisweit sind für dieses Projekt 1,5 Stellen erforderlich – die Kosten halten sich also in Grenzen. Darüber hinaus müssen die Kommunen das Sponsoring für die Begrüßungspakete organisieren. In Euskirchen konnte die Firma procter&gamble dafür gewonnen werden; wer in Blankenheim die Pakete finanziert ist mir nicht bekannt.

Die Argumentation mancher,  dieses Projekt sei zu kostspielig, ist zu kurz gesprungen. Sicher kommen in einem ersten Schritt Mehrkosten auf die teilnehmenden Kommunen zu, allerdings handelt es sich hierbei um eine präventive Maßnahme. Gerade im Bereich der Kosten für Hilfen zur Erziehung und für Unterbringung von Kindern liegt eine der Haupt-Belastungen des Kreishaushaltes. Kann man nun mittelfristig diese Ausgaben über frühere Maßnahmen, wie das Unterstützungsnetzwerk, senken, so spart man nachhaltig.

Die Stadt Dormagen, die dieses Konzept entwickelt hat, hat gute Erfahrungen und erste Einsparungen. Das war ein Grund, warum die SPD im Kreis Euskirchen dieses Konzept zur Umsetzung im Kreis EU beantragt und sich stark für eine Realisierung eingesetzt hat.

Darüber hinaus ist es für viele Familien eine willkommene Hilfestellung bei der neuen und manchmal belastenden Situation ein Kind bekommen zu haben. Darüber hinaus wird hier nicht nach sozialem Status diskriminiert, denn es werden alle Familien angeschrieben. Wer keinen Besuch vom Jugendamt bekommen möchte, muss den auch nicht zulassen und hat mit keinen Nachteilen zu rechnen. In Dänemark, wo das Projekt seit Jahrzehnten läuft, wird auch die Königsfamilie bei Nachwuchs vom Jugendamt besucht.

Mehr Informationen zum Projekt, das maßgeblich vom Präsident des Deutschen Kinderschutzbunds, Heinz Hilgers, der auch lange Jahre SPD-Bürgermeister in Dormagen war, findet man untenstehend. Genauso ist dort ein Link zum Verein EU-Fun e.V., der sich zur ehrenamtlichen Unterstützung des Kreis-Projektes gegründet hat:

Wikipedia

Stadt Dormagen (pdf)

EU-Fun e.V.

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3 Gedanken zu „FamilienUnterstützungsNetzwerk EU-FUN

  1. Pingback: Babybegrüßungspakete « www.thilo-waasem.de

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